• Tatjana Pfarr

Yoga - We don't do it for the Summer Body

Yoga erscheint überall in den Medien. Die Yogazeitschriften sind geschmückt mit schönen, schlanken Frauen, die sich in tollen Posen ablichten lassen. Meistens nur in Sporttop und enger Leggings. Keine Frage, es sieht wirklich gut aus und ich schaue mir sehr gerne schöne Fotos von anderen an, sei es als Inspiration oder einfach weil es für mich eine Art Kunst darstellt. Doch aus dieser Kunst entwickelt sich langsam und schleichend ein Körperkult. "Yoga für straffe Arme", "Yoga für einen flachen Bauch", "Yoga für große Brüste" und vieles mehr findet man mittlerweile in den Medien. Auf der einen Seite finden so immer mehr Leute zum Yoga, auf der anderen Seite ist die Intention dahinter doch sehr fraglich und hat kaum noch etwas mit dem wahren Kern des Yoga zu tun.



Es gibt eben solche Yogis, die einen super flachen Bauch haben, straffe Arme und einen knackigen Apfelpo, aber es gibt eben auch solche die wie "Normalos" aussehen, mit der ein oder anderen Rolle am Bauch, Cellulite an den Beinen und den ach-so-verhassten Winkearmen. Sind die einen nun besser als die anderen? Ist das eine Körperbild erstrebenswerter als das andere? Wollen wir mit Yoga wirklich diese Ziele erreichen? Von mir gibt es dazu ein ganz klares 'Nein'. Yoga mag vielleicht den Körper verändern, hilft auch beim Abnehmen und lässt unsere Muskeln wachsen und definierter aussehen. Doch Yoga kann und ist so viel mehr als das.

Yoga hilft uns mit genau diesen Röllchen am Bauch trotzdem glücklich und zufrieden am Strand zu liegen. Die Cellulite wird auf einmal zum Sinnbild der Weiblichkeit, sie strahlt etwas weiches und zartes aus. Und die Winkearme werden gar nicht mehr als solche wahrgenommen, wenn sie uns erstmal unsere erste Armbalance beschert haben und die Kraft, die in ihnen steckt wahrgenommen wird. Yoga verändert innerlich.


Wenn wir die Intention, mit der wir Yoga praktizieren in eine andere Richtung lenken, strahlen wir von innen heraus und hören auf uns über unseren Körper zu definieren - so finden wir zu unserer wahren Schönheit, ganz individuell und fern ab von gesellschaftlich erzeugten Schönheitsidealen.

Habt einen entspannten Abend und einen wundervollen Start in die neue Woche :)

Namasté, T.

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