• Tatjana

Yoga in the box

Man findet es immer mehr - Yoga in Crossfitboxen. Und das nicht ohne Grund, denn Yoga bietet einige Vorteile gegenüber Mobility oder Stretching nach den Kursen.



Yoga stärkt mental

Crossfit ist eine der wohl intensivsten und härtesten Sportarten, die ich bisher kennen lernen durfte. Es verlangt nicht nur körperlich, sondern auch mental einiges von den Athleten ab. Jeder, der schon einmal mit Crossfit in Berührung kam, weiß wovon ich rede - alle anderen dürfen sich gerne via youtube oder auch durch ein Probetraining einen Eindruck verschaffen :D

Deshalb ist es umso wichtiger, dass Crossfitter nicht nur physisch arbeiten, regenerieren, sich gesund ernähren und auf Physiotherapie oder ähnliches zurückgreifen, sondern auch an ihrer mentalen Stärke arbeiten. Denn wenn es an die letzten Kraftreserven geht, hängt es schließlich vom Kopf ab, ob ein WOD (=Workout of the day) gelingt oder nicht.

Yoga hilft den Fokus auf den jetzigen Moment zu lenken, also mit allen Sinnen und Gedanken im JETZT zu sein. Das ist ein Prozess und geschieht nicht durch eine oder zwei Stunden, aber es geschieht oft irgendwann ganz nebenbei. Und das wiederum hilft dem Athleten sich im WOD noch besser zu konzentrieren und die Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was in dem Moment wirklich zählt.


Yoga stärkt physisch

Warum Crossfit körperlich fordernd ist, erklärt sich von selbst. Aber wie kann Yoga da helfen? Drei der grundlegendsten Dinge, die ein guter Crossfitter benötigt ist ein starker Core, eine gute Körperwahrnehmung, d.h. wo befinde ich mich eigentlich gerade im Raum und nicht zuletzt muss er ein gewisses Maß an Beweglichkeit vorweisen, um Übungen effektiv und kraftsparend ausführen zu können. Yoga zählt, wie auch Pilates, zu den "Übungsprogrammen", die den Core am besten trainieren. Und das heißt nicht, dass jeder Yogi einen Sixpack hat, sondern viel mehr geht es um die Kontrolle und Stabilität der Körpermitte. Bei jeder Bewegung im Yoga ist es nötig diese Stabilität aufzubringen, ansonsten würde man aus fast jeder Asana rausfallen. Durch das bewusste in-sich-gehen und die Aufmerksamkeit auf verschiedene Bereiche des Körpers während einer Asana zu lenken, wird die Körperwahrnehmung geschult. Vor allem für die Umsetzung von Fehlerkorrekturen ist diese essenziell.

Wenn man sich nun einige der Übungen aus dem Crossfit anschaut, fällt auf, dass die Athleten ein optimales Maß an Schulter- und Hüftbeweglichkeit aufweisen müssen, um Übungen korrekt, ohne Ausweichbewegungen ausführen zu können. Die Brustmuskulatur, sowie generell die Körpervorderseite, ist bei vielen Crossfittern sehr fest, verkürzt und zieht die Schulter wie auch das Becken nach vorne, was letztendlich zu Fehlhaltungen und somit Beschwerden führt. Im Yoga arbeiten wir sehr viel mit öffnenden Übungen - schon im einfachen Sonnengruß wird die Körpervorderseite gedehnt. Somit bietet Yoga physisch einen sehr guten und wichtigen Ausgleich.



Fazit

Yoga kann jedem Crossfitter nur helfen seine Leistung zu optimieren. Jedoch muss bei Athleten darauf geachtet werden, wo die "Schwachstellen" liegen und der Lehrer genau hier ansetzen kann. Die Wahl des Yogastils und des Lehrers ist hierbei entscheidend. Welcher Stil und Lehrer für den jeweiligen Athleten am besten geeignet ist, muss dieser für sich selbst herausfinden - und das kann auch mehr als nur zwei Probestunden in Anspruch nehmen. Mir persönlich hat meine Yogapraxis die letzten Wochen geholfen besser zu regenerieren, Verletzungen auszuheilen und vor allem eines: auf meinen Körper zu hören.

Ob es auch deiner Leistung helfen kann, findest du am besten selbst heraus ;)

Ich wünsche dir viel Spaß dabei & stehe für Fragen jederzeit zur Verfügung :)


Namasté Crossfitters

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