• Tatjana Pfarr

Wochenbett Rückblick Teil 2: Bauchweh, Stillrhythmus & Sport


Foto: Anna Immel

Im letzten Teil vom Wochenbett Rückblick, habe ich mich auf die ersten drei Wochen fokussiert. Das hat vor allem den Grund, dass es einen großen Unterschied zwischen dem frühen und dem späteren Wochenbett für mich gab. Ich denke, es geht vielen Frauen ähnlich, aber ich gehe erst einmal nur von mir aus.


Auf einmal war alles besser


Wie ich euch im ersten Teil schon erzählt habe, bekam unser Yogamädchen Osteopathie Behandlungen, um ihre Verspannungen und die damit verbundenen Schmerzen in den Griff zu bekommen. Und es half. Schon die erste Behandlung verschaffte uns Besserung. Insgesamt waren wir mit ihr viermal dort und soweit wir das beurteilen können, geht es ihr wesentlich besser.


Somit wurden auch die Nächte langsam, aber sicher ruhiger. Wir mussten keine Märsche mehr durchs Zimmer vollziehen, sondern ihr nur unseren kleinen Finger zum Nuckeln als Beruhigung geben. Das kann zwar auf Dauer auch anstrengend werden, aber ist trotzdem noch wesentlich angenehmer, als mitten in der Nacht auf und ab zu wandern.


Stillrhythmus?


Die ersten Wochen war das ein Fremdwort. Da wir nach Bedarf stillen, d.h. immer wenn die Kleine Hunger hat, und nicht nach Uhrzeit, kam sie die ersten Wochen wirklich oft an die Brust. Teilweise jede Stunde oder sogar noch häufiger. Mal reichte eine Brust, mal mussten es zwei sein oder sogar noch eine "Nachtischbrust". Auf Dauer konnte das wirklich anstrengend sein.


Aber nach und nach wurde es besser. Erst reichte ihr eine Brust und langsam wurde der Abstand zwischen denn Stillphasen länger. Mittlerweile haben wir uns tagsüber bei guten drei Stunden und nachts so 2-3 Stunden eingependelt. Allerdings traue ich der Sache noch nicht ganz. Wenn es ihr nämlich nicht gut geht oder sie in einer Wachstumsphase steckt, kann es auch mal sein, dass sie doch jede Stunde an die Brust möchte.


Wiedereinstieg in den Sport



Bereits in der zweiten Woche bin ich langsam wieder spazieren gegangen und in der dritten Woche dann auch wieder meine normalen Strecken mit der Fellnase. Auch die ersten Rückbildungsübungen begann ich in der 3. Woche. Allerdings waren das wirklich nur leichte Übungen, die entspannt im Liegen auszuführen sind. Nach und nach erhöhte ich die Wiederholungen und das Pensum, ging zweimal am Tag mit Laika und dem Yogamädchen spazieren und zwischendurch ruhte ich.


Gegen Ende der 5. Woche fühlte ich mich wieder richtig wohl und "normal", sodass ich mich das erste Mal wieder auf die Matte wagte. Es tat so gut!


Mit Woche 6 startete dann meine regelmäßige Yogapraxis wieder. Sobald der Papa nach Hause kommt und sich um das Yogamädchen kümmert, hüpfe ich auf die Matte und das gelingt mir seit guten drei Wochen wirklich gut und ich bin extrem motiviert. Auch tut es meinem Körper einfach gut, denn durch das viele Tragen und nächtliches im Arm halten, werden die Schulter doch beansprucht. Deswegen würde ich jedem dazu raten, sobald es die Rückbildung, das Wohlbefinden und das Feedback der Hebamme/Ärztin zulässt, etwas für den Körper zu tun - sei es spazieren gehen, schwimmen, Yoga oder andere Rückbildungsgymnastik.


Zusammenfassung meines Wochenbetts


Wie hat meine Frauenärztin so schön bei der Nachsorge-Untersuchung gesagt: "Es sieht aus, als hätten sie nie ein Kind bekommen." Natürlich stimmt das so nicht ganz, aber wenn man nach meinen Organen und dem Beckenboden geht wohl schon. Und so habe ich nach 8 Wochen offiziell die Erlaubnis bekommen, wieder Laufen gehen zu dürfen. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet, da normalerweise empfohlen wird mit solchen Belastungen bis zu 6 Monaten, mind. jedoch 3 Monate, nach der Geburt zu warten.


Mir hat es einfach gezeigt, wie wichtig die absolute Bettruhe der ersten zwei Wochen, die bewusste Rückbildung, aber vor allem auch die tolle Unterstützung vom Papa, für mich gewesen ist.


Und auf meinen ersten Lauf bin ich natürlich mehr als gespannt - da ich aber eine Schön-Wetter-Läuferin bin, kam es noch nicht dazu.


Bald gibt es hoffentlich wieder die Kommentarfunktion - dann freue ich mich auf rege Kommunikation mit euch. Bis dahin folgt mir einfach auf instagram oder facebook und hinterlasst ein bisschen Liebe <3

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