• Tatjana

Schwanger: Mein zweites Trimester

Wie auch schon von meinem ersten Trimester möchte ich einen kleinen Rückblick über mein zweites Trimester schreiben. Es hat sich doch einiges getan und verändert, vor allem was mein Befinden angeht.

Aber auch hier noch einmal der Hinweis, dass jede (!) Schwangerschaft komplett individuell und anders ist. Jeder Körper, jede Hormonlage, jeder Lebensstil und vor allem jedes Kind ist anders und hat Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft.



Woche 15-17

Schon im letzten Rückblick habe ich erwähnt, dass die Übelkeit gegen Ende des 1. Trimesters besser wurde. Allerdings hatte ich enorm mit einer Erkältung zu kämpfen, die zum Glück auch gegen Ende der 15. Woche besser wurde.

Jedoch war diese kaum überstanden, kam das nächste Übel - Schmierblutungen. Da es Wochenende war, sind wir ins Krankenhaus um alles abklären zu lassen. Wir wurden auch direkt aufgerufen und nach der Untersuchung stand fest: dem Kind geht es bestens, die Gebärmutter und Plazenta sowie der Muttermund sind in einwandfreiem Zustand und genauso wie es sein soll. Allerdings gibt es da diese Regelung, dass man im Krankenhaus drei Tage komplett ohne Blutungen sein muss (egal ob nur braune Schmierblutung oder richtige starke Blutung) bevor man entlassen wird...

Letztendlich habe ich mich nach einer Nacht selbst entlassen - zum Einen, weil ich einfach wusste, dass alles in Ordnung ist und auf mein Gefühl gehört habe. Zum anderen waren die hygienischen Bedingungen eine absolute Katastrophe und ich möchte diese nicht näher beschreiben, was dazu geführt hat, dass ich mich ständig wieder übergeben musste sowie mehr Angst hatte mir dort eine Infektion einzuholen, als vor irgendwas anderem. Kaum Zuhause angekommen wurden sie schwächer - hielten allerdings noch knapp zwei Wochen leicht an. Mein Frauenarzt hat sich sehr viel Zeit genommen für die Untersuchungen, gab uns aber auch Entwarnung und war sehr zufrieden mit der Entwicklung unseren kleinen Würmchens.

Woche 18-20

Der Bauch wächst langsam, aber sicher. Und mit ihm kam auch die Energie zurück und zwar im Überschuss. Die Motivation mich zu bewegen und aktiv zu sein war so hoch wie lange nicht mehr und ich habe das Glück auch alles noch machen zu können. Ein paar Einschränkungen gibt es jedoch, da ich Schmerzen in der Symphyse bekam. Dadurch wird das Laufen an manchen Tagen erschwert und ich musste auf Dinge wie Brustschwimmen und bestimmte Yogaübungen verzichten. Unser kleiner Wurm sitzt ziemlich tief, weshalb der Druck im Becken und auch auf die Blase groß ist. Aber nichts womit ich nicht gut umgehen kann, vor allem auch was das Training angeht.

Woche 20-27

So langsam wird der Bauch größer und die Energie bleibt - zumindest bis zur 27. Woche, denn von da an hat sich alles wieder etwas gelegt. Dennoch kein Vergleich zu den ersten 15 Wochen. Unseren kleinen Wurm habe ich tatsächlich schon um die 16./17. Woche rum gespürt, allerdings nur als ganz leichtes Flattern.

Mittlerweile sind die Tritte und Bewegungen doch wesentlich kräftiger und seit der 25. Woche auch von außen spür- und sichtbar. Zum Glück hat das Kleine noch Erbarmen mit mir und hält mich nachts nicht vom Schlafen - das hingegen macht das Stillkissen, denn irgendwie werden wir nicht so richtig Freunde. Ohne geht es aber auch nicht mehr.

Die Symphysenbeschwerden sind um einiges besser geworden und nur noch nach sehr langem Sitzen oder einem kurzen Sprint zur Bahn bemerkbar.

Sportlich gesehen habe ich langsam das Bedürfnis ruhiger zu machen. Das fing ca. in der 26. Woche an. Seitdem gehe ich jeden Tag viel spazieren (das ist einer der Vorteile als Hundebesitzer), mache 4-5 mal Yoga in der Woche und versuche 1-2 mal Schwimmen zu gehen. Damit fühle ich mich super und bin aktiv ohne mich komplett auszupowern.



Ich habe an sich nicht wirklich zugenommen, dafür ist mein Bauch gefühlt explodiert, was die Notwendigkeit von Umstandsmode erklärt. Und da kam die Frage auf, weshalb nicht alle Hosen und Jeans so bequem sein können, wie die für werdende Mamas :D

Auch wenn ich schon danach gefragt wurde, möchte ich keine Angaben zu meiner Gewichtszunahme machen. Nicht aus dem Grund, dass ich ein Problem damit habe, aber ich möchte nicht, dass andere sich mit diesen Zahlen vergleichen. In keiner Schwangerschaft ist zu kontrollieren wo frau zunimmt. Die Figur verändert sich, das Becken wird breiter - logisch da muss ja ein Mensch durchpassen - und der Busen größer. Wie sich die Gewichtszunahme bei jeder Frau zusammensetzt ist auch hier wieder unterschiedlich.

Ich fühle mich pudelwohl, ernähre mich gesund (esse nicht für zwei) und bin aktiv.

Wie erhofft, ist das zweite Trimester ein absoluter Traum gewesen! Ich konnte die Schwangerschaft nun so richtig genießen, dem wachsendem Bäuchlein zusehen und feststellen, wie sich vor allem mehr Ruhe und Gelassenheit in mein Verhalten geschlichen haben - die dürfen da auch gerne bleiben.

Ich bin gespannt was ich euch am Ende vom 3. Trimester berichten kann und wie alles so wird, wenn das kleine Würmchen sicher in unseren Armen angekommen ist.

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