• Tatjana

Plateau im Training und jetzt?

Leistungssportler, aber auch Hobby-Athleten kennen diesen einen bestimmten Zeitpunkt, wenn es einfach nicht mehr so recht weiter gehen will. Die Leistung stagniert und egal wie hart man weiter trainiert, es ändert sich nichts. Für viele ein Punkt der Verzweiflung und einer an dem alle möglichen Stellschrauben gedreht werden - nur meistens nicht die richtigen. Doch was sind DIE richtigen? Das ist natürlich eine individuelle Sache, denn nicht jeder Körper reagiert gleich auf Veränderung. Aber genau das ist hier das Stichwort: Veränderung.

Du kannst immer härter trainieren, wenn du nicht grundsätzlich erstmal eine Veränderung in deinen Trainingsalltag bringst, wirst du noch ein Weilchen auf diesem Plateau rumdümpeln.


1. Leg eine Pause ein

Ja, richtig gelesen. Wenn du willst, dass deine Leistung wieder besser wird, solltest du vielleicht erstmal komplett zurückschalten. Gerade im Übertraining ist dieser Schritt ausschlaggebend. Und im Übertraining befinden wir uns schneller, als wir tatsächlich merken. Oftmals ist ein Leistungsplateau ein Hinweis darauf, dass du gerade zu viel, zu schnell auf einmal erreichen wolltest. Funktioniert nicht und der Schuss geht meistens komplett nach hinten los. Dein Körper braucht Ruhe und Regenerationsphasen, selbst wenn jeder Trainingstag anders aussieht. Spätestens beim Nervensystem hört der Spaß irgendwann auf. Bestes Beispiel sind hier Athleten zwar einen kompletten "Ruhetag" einlegen, an diesem jedoch unterwegs sind auf Veranstaltungen etc. Das ist keine Ruhe. Dein Nervensystem bekommt dabei nämlich gerade die Krise und wenn du Pech hast knockt es dich irgendwann so richtig aus.



2. Deload.

Auch das hört man immer wieder und das nicht ohne Grund. Wenn du stärker werden willst, hilft es erstmal schwächer zu werden. Also runter mit den Gewichten und das Volumen steigern, bevor es dann wieder weitergehen kann. Das Thema ist natürlich nur grob angeschnitten und es weiter auszuführen wäre zu viel für diesen Post. Es ist aber eine wunderbare Möglichkeit weiter trainieren zu können und trotzdem neue Reize in deinem normalen Training zu setzen und deinen Muskeln Abwechslung zu bieten.


3. Change it up

Bring neuen Schwung in dein Training - sei es mit mehr Mobility, anderen Sportarten oder einfach mal komplett neuen Übungen und Bewegungsabläufen (Stichworte: Life Kinetik, Koordination). Dein Körper liebt Veränderung und neue Bewegungsmuster, also einfach mal raus aus der Komfortzone und rein ins Vergnügen. Gut, vielleicht ist das nicht für jeden ein Vergnügen, wenn es heißt ab sofort doch mal öfter die Yogamatte auszurollen, mit Bällen zu jonglieren oder andere Movement-Bewegungen auszutesten, aber wenn du wirklich aus diesem Leistungsloch rauskommen willst, musst du genau dafür bereit sein. Unser Körper ist für Bewegung gemacht und zwar für jede erdenkliche Art von Bewegung.





4. Du bist was du isst

Wenn du das Gefühl hast, das alles nichts hilft, schau dir deine Ernährung an. Gibt es etwas, was du hier noch optimieren kannst? Ausgewogener zu essen? Oder vielleicht isst du zu unregelmäßig und musst hier etwas ändern. Vielleicht spielen Zucker und tierische Fette eine enorm große Rolle in deinem Leben - dann versuch es zu ändern. Es gibt nicht DAS Rezept für jeden, du musst dich einfach ausprobieren. Ich funktioniere einfach am besten mit Kohlenhydraten. Wenn ich zu viel Eiweiße zu mir nehme, bekomme ich nicht nur Bauchweh, sondern nehme zu. Noch katastrophaler wird das bei mir, wenn ich auf "low carb" mache. Dann bin ich zu nichts mehr zu gebrauchen, weder körperlich noch geistig. So muss es jeder für sich selbst herausfinden und ein gesundes Mittelmaß finden, was dir Spaß macht!


"Der große Sport fängt da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein."

Bertolt Brecht


5. Last but not least - Entspann dich.

Bevor du hier jetzt alle Tipps auf einmal anwenden willst, frag dich zu erst nach deinem "Warum". Warum ist es dir wichtig deine Leistung noch weiter zu steigern? Warum trainierst du so hart? Verdienst du damit dein Geld? Ok - dann ändere was. Machst du es nur für dich um gesund zu bleiben? Entspann dich! Und wenn es mal nicht weitergeht, ist es auch ok, solange du dich bewegst und deinem Körper was Gutes tust. Behalte dabei immer den weisen Bertolt Brecht im Hinterkopf: "Der große Sport fängt da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein." Leistungssport hat NICHTS mit Gesundheit und Freizeitbeschäftigung zu tun.


Fazit

Versuche nicht nur von deinen Muskeln auszugehen, denn bei allen Prozessen spielt dein Gehirn die wohl größte Rolle - und um das jung und frisch zu halten, braucht es Abwechslung und Ruhe. Unser Gehirn kann nicht ständig auf Hochtouren laufen und wenn du dich körperlich und geistig komplett forderst, brauchst du regelmäßig komplette Ruhephasen, sonst lässt dich dein "System" irgendwann im Stich.

Habt ein tolles Wochenende und lasst es euch gut gehen!

xx Tatjana

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