• Tatjana Pfarr

Mental gesund auf Instagram - die 10 goldenen Regeln

Lang, lang ist's her. Liegt zum einen daran, dass ich meine Masterarbeit abgegeben habe (Yay!) und zum anderen daran, dass ich mich nicht für ein Thema entscheiden konnte über was ich zuerst schreiben möchte. (Wenn du direkt zu meinen "Regeln" kommen willst, scroll einfach runter.)

Dass es nun dieses Thema geworden ist, hat einen Grund. Und zwar den, dass ich heute selbst wieder erfahren habe, wie wichtig es ist bestimmte "Regeln" zu befolgen um in den sozialen Netzwerken mental gesund zu bleiben. Wie viele mitbekommen haben, habe ich letztes Jahr meinen Instagram Account komplett gelöscht. Ich hatte diesen Account seit vielen Jahren, ich meine es war 2012 oder 2013. Nie hatte ich Follower gekauft oder besonders aktiv kommentiert und geliked - einfach aus dem Grund, weil es mir schon immer zu zeitaufwendig gewesen ist. Doch dann wurde Instagram in der Yogabranche immer größer, immer mehr Yogis schossen aus dem Boden, immer mehr teilten ihre Yogapraxis und gaben tolle Weisheiten weiter. Und ich fühlte mich immer schlechter. Vor allem als ich selbst nicht mehr so praktizieren konnte, aufgrund von Verletzungen und anderen Gründen, frustrierte es mich umso mehr die Praxis der anderen zu sehen und mit ihr auch deren steigende Followerzahlen. Auf einmal ging es mir nur noch darum - ich wollte mehr Follower. Kaufen kam nie infrage. Allerdings wollte ich auch nicht so viel Zeit reinstecken und ständig am Handy hängen.



Letztendlich löschte ich meinen Account. Mit ihm knapp 600-700 Follower und sehr viele Bilder und selbstgeschriebene Texte. Es fühlte sich komisch, aber befreiend an. Endlich konnte ich Yoga wieder nur für mich machen ohne Posen und Bilder im Hinterkopf zu haben.

Nun habe ich wieder einen Account. Warum? Weil ich das letzte Jahr sehr intensiv, mental gearbeitet habe, stärker geworden bin, aber vor allem habe ich mir bewusst gemacht, was ich wirklich will. Und das war und ist schon immer Yoga gewesen. Ich möchte Yoga mit anderen teilen, mein Wissen weitergeben und selbst lernen - kurzum: ich möchte mit Yoga mein Geld verdienen. Sei es durch Kurse, Workshops, Instagram, Blogartikel und weiß der Geier welche Möglichkeiten es noch gibt. Denn nichts macht mich glücklicher und erfüllt mich mehr, als Yoga zu praktizieren und weiterzugeben.



Und um dies zu erreichen, brauche ich eine Plattform auf der ich mich vermarkten kann: Instagram. Doch wie das Ganze nun anstellen ohne wieder in die Falle der Vergleiche und des Narzissmus zu tappen? Wie kann man so etwas wie Yoga schon mit etwas so oberflächlichem wie Instagram verbinden? Meine Antwort auf letzteres: Nicht möglich. Das wahre Yoga findet NICHT auf instagram statt. Punkt. Aus. Vielleicht sollte man es einfach Instayoga nennen. Yoga ist so tiefgehend, so allumfassend und so viel mehr als das was wir auf Bildern darstellen können. Und als ich zu dieser Erkenntnis kam, wurde mir klar, dass ich es für mich einfach differenziere. Mein Yoga findet zuhause auf meiner Matte und in meinem Privatleben statt. Das "Yoga" welches ich auf Instagram teile, sind gymnastische Übungen mit dem gleichen Namen, die einfach dazu dienen, mir zu helfen, meinen Traum zu verwirklichen.


Und um zu verhindern, dass ich mich durch Instagram schlecht fühle, vergleiche oder gar unter Druck setze, habe ich mir folgende Regeln aufgestellt:

1. Folge nur Profilen, die dir einen Mehrwert bieten

Der erste Schritt um Ordnung in unserem Feed zu halten und somit auch in unserem Kopf, ist es, nur Leuten zu folgen, die dich inspirieren, motivieren, unterstützen oder ein gutes Gefühl vermitteln. Alle anderen brauchst du nicht.

2. Entfolge allen, die dir ein komisches Gefühl geben - es ist DEIN Feed.

Dieser Schritt geht aus dem ersten hervor. Wer kennt es nicht, wir sehen einen Post von einer Person und merken wie negative Gedanken über diese Person oder uns selbst hochkommen. HALT! Wenn du das merkst, drücke den "Entfolgen" Button. Umgehend. Du musst niemandem folgen - selbst wenn du diese Person persönlich kennst - der dir, warum auch immer, ein schlechtes Gefühl vermittelt. Und nein, du musst dich auch nicht damit auseinandersetzen, weshalb das so ist und lernen damit umzugehen. Es ist eine fiktive Welt! Du kannst entscheiden, wenn du dabei haben willst und wen nicht. Und du solltest so entscheiden, dass du dich gut fühlst! Und bitte: Wenn du das Gefühl bei mir hast, entfolge! Ich möchte meinen Followern ein gutes Gefühl vermitteln und sie inspirieren. Wenn das bei dir nicht der Fall ist, ist das eben einfach so.

3. Like nur, was dir wirklich gefällt.

Like nicht, nur um einen Like zurück zu bekommen. Like nichts, was dir nicht auch wirklich gefällt. Warum? Ist einfach ehrlich. Und die Welt braucht mehr Ehrlichkeit.

4. Sei authentisch.

Wo wir beim Thema Ehrlichkeit sind. Du bist du! Und das ist gut so. Also gebe dich auch in den sozialen Netzwerken so. Und wenn du damit vielleicht mal aneckst: Who cares?! Hör' auf es jedem Recht machen zu wollen. Wenn du was unangenehmes zu sagen hast, raus damit. Die Leute, denen es nicht passt, können dir ja entfolgen (s, 2.).

5. Poste maximal an 6 Tagen/Woche

Gönn' dir einen Tag Pause. Vom Posten und am besten auch vom Scrollen. Dein Geist wird es dir danken und du wirst sehen, dass du die Zeit auch anders rumkriegst. Genau wie wir vom Arbeiten mal einen Tag Auszeit brauchen, brauchen wir das auch von anderen Ablenkungsmechanismen. Tanke neue Energie, werde kreativ, meinetwegen freu dich auch auf den nächsten Tag, wenn du die App wieder öffnen kannst. Aber lass' sie einen Tag lang in Ruhe.

6. Schließe die App, wenn du anfängst zu vergleichen

Sobald du merkst, dass du in eine schlechte Stimmung gerätst, dich vergleichst, dein eigenes Leben vielleicht sogar schlecht redest, schließe die App umgehend. Es ist nur eine f****** App. Ja, da darfst du auch einfach "fliehen" und dich wieder dem echten Leben widmen und merken, dass es wahrscheinlich doch gar nicht so dumm ist, wie du eben noch gedacht hast, als die App geöffnet war. It's magic.

7. Öffne die App erst gar nicht, wenn du dich sowieso schlecht fühlst.

Simpel und doch ziemlich schwer. Wir alle haben diese Tage an denen wir morgens aufwachen und merken, dass wir uns einfach nicht gut fühlen. Irgendwie passt uns alles nicht in den Kram und die ganze Welt ist doof. Und ich kann dir versprechen, wenn du an diesem Tag Instagram öffnen wirst, wird die Welt erst so richtig bescheuert. Weil scheinbar haben die Menschen auf deinem Feed solche Problemchen nicht und sonnen sich gerade irgendwo auf der Welt ihren knackigen Popo. Dumm gelaufen. Deswegen sei so nett zu dir selbst und lass' die Finger von diesem bunten Kamerasymbol.

8. Vergleiche dich nicht mit anderen, sondern sieh sie als Inspiration.

Versuche deine Einstellung zu ändern. Du musst nicht sein wie jemand anders. Dein Leben ist toll, genauso wie es ist. Nutze die App als Inspirationsquelle, denn dazu wurde sie ursprünglich mal ins Leben gerufen. Freu' dich für die Erfolge der anderen und feiere deine eigenen. Wenn dich der innere Schweinehund mal wieder auf dem Sofa halten will, öffne das Profil deines liebsten Instagrammers und lass' dich motivieren und inspirieren. Aber sobald du merkst, du vergleichst dich, springe zurück zu Punkt 6.

9. Dein Leben hängt nicht von Followern ab

Ja, andere haben mehr Follower als du. Und ja, vielleicht haben sie das in einer kürzeren Zeit hinbekommen. Und nein, es ist NICHT wichtig und sagt NICHTS um deinen Wert aus. Wichtig ist, wie liebevoll du zu dir selbst bist, dass es was zu Essen auf den Tisch gibt, dass du ein Dach über dem Kopf hast und nicht um deine Existenz bangen musst. Und außerdem weißt du auch nicht, wie diese Menschen an ihre Follower gekommen sind. Vielleicht gekauft. Vielleicht liken und kommentieren und folgen sie den ganzen Tag anderen, die ihnen dann folgen. Vielleicht wurde ihr Profil durch Zufall auch auf einer größeren Seite geteilt. Oder, oder, oder. Es ist egal. Denn du bist du und nicht die anderen.

10. Verkaufe nicht deine Seele und vor allem kaufe NIEMALS Follower!

Und bitte, bitte tue nichts nur um mehr Follower zu kriegen. Verkaufe dich nicht nur für irgendeinen "Ruhm", der vielleicht auf dich wartet, Ehrliche Arbeit zahlt sich immer noch am meisten aus und wird irgendwann mit Garantie belohnt. Und das beste daran ist, dass du noch stolzer auf dich sein kannst, wenn du es dann tatsächlich auf ehrliche Art und Weise "geschafft" hast. Schneller Erfolg ist nie der beste. Ein Zitat, das vor allem für so ungeduldige Menschlein wie mich perfekt ist, ist folgendes:

Don't rush something you want to last forever. (dt. Überstürze nichts, was für immer halten soll.)

Habt ihr noch Tipps? Wie steht ihr zu der App?

Habt ein wundervolles Wochenende! Mein nächster Post, wird sich wieder an die Frauen richten und ein paar Tipps bereit halten, wie wie wir unseren monatlichen Zyklus für's Training nutzen können. Hast du Fragen dazu? Dann schreib' mir!

Namasté. xoxo

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