• Tatjana

Meditationen für Mamas (und Papas)

Nachdem es letzte Woche um High-Need Babies ging und ich hervorgehoben habe, wie wichtig die Meditation für mich ist, möchte ich heute ein paar Meditationsformen mit euch teilen, auf die ich sehr gerne zurückgreife.




Die Gehmeditation


Sie eignet sich wunderbar, wenn du dein Kind in den Schlaf schaukelst oder beruhigen willst. Durch die Meditation bewahrst du Ruhe und das spürt dein Baby. Bei unserem Yogamädchen wirkt es zumindest Wunder, wenn ich anfange zu meditieren -ohne ein Wort laut auszusprechen.


Und so funktioniert's:

Gehe ganz bewusst, rolle die Füße langsam ab und spüre den Boden unter deinen Füßen. Dann nimm' deine Atmung wahr und vertiefe sie. Atme tief in den Bauch ein und lange wieder aus. Mental kannst du dabei an ein Mantra (kurze Worte) denken, wie z.B das Mantra "So Ham" oder "Aham". Bei der Einatmung denkst du "So", bei der Ausatmung "Ham". Das geht natürlich auch mit anderen Worten, die sich für dich gut anfühlen.


Atemmeditation


Diese Meditation kannst du entweder mit Baby beim Gehen oder für dich alleine im Sitzen durchführen. Achte ganz bewusst auf deine Atmung. Nimm jeden Atemzug bewusst wahr und beobachte die Atmung. Wenn du merkst, dass deine Gedanken abschweifen, fokussiere dich langsam wieder auf deine Atmung. Stell' dir entweder einen Timer (nach oben sind keine Grenzen gesetzt) oder meditiere solange, wie es sich für dich gut anfühlt. Gerade am Anfang ist es aber vielleicht ganz hilfreich mit Timer zu meditieren - und wenn es "nur" 5 Minuten sind- da wir schnell kein Zeitgefühl mehr haben und vielleicht schon nach 2 Minuten aus der Meditation kommen. Und mit Timer bist du vom Kopf her entspannter, da du weißt, dir wird das Ende vorgegeben.



Fotos: @lightspotters


Zen-Meditation


Eine meiner liebsten Meditationstechniken! Bei der Zen Meditation sitzt du idealerweise und das so aufrecht wie möglich. Gerade am Anfang kann dies oft schwer fallen, weshalb es sich auf jeden Fall empfiehlt, sich auf eine Decke/Kissen etc. zu setzen. Dadurch kippt das Becken nach vorne und wir richten uns automatisch auf. Auch ein Stuhl oder Hocker eignen sich zum Einstieg.


Ziel ist es, komplett im Moment zu bleiben. Das gelingt am einfachsten, wenn der Geist beschäftigt ist. Zähle deine Atemzüge von 1-10 und beginne wieder von neu. Wenn du z.B. bei 5 aus dem Zählen rauskommst oder nicht mehr weißt, wo du bist, beginne wieder bei 1. Das ist weder schlecht noch gut. Nimm es wertfrei an und konzentrier dich auf den Moment.


Chakra-Meditation


Die wohl spirituellste Form der Meditationen, die ich hier aufgelistet habe. Ob du an Chakren glaubst oder nicht, wollen wir hier mal nicht diskutieren :)

Selbst erprobt, kann ich aber sagen: Meiner Tochter gefällt sie am besten, vor allem abends beim Umhertragen kommt sie dadurch am besten zur Ruhe. Den Tipp für diese Art habe ich von einer wunderbaren Kollegin erhalten (Danke an dieser Stelle - du weißt er gemeint ist).


Es gibt 7 Chakren, von unten nach oben: Wurzelchakra, Sakralchakra, Solar Plexus Chakra, Herzchakra, Kehlkopfchakra, Stirnchakra & Kronenchakra. Jedem Chakra wird ein Mantra, sog. Bija zugeordnet.


Wenn du z.B. dein Baby im Gehen oder Sitzen beruhigen möchtest, kannst du dir gedanklich das jeweilige Chakra vorstellen (am besten beginnst du beim Wurzelchakra) und dazu das Mantra sooft es sich gut anfühlt singen - laut, leise, gedanklich, ganz egal. Und dann geht's weiter zum nächsten. Das Yogamädchen beruhigt sich meistens bei RAM - spätestens beim OM, was sogar der Papi mittlerweile singt (und der hat dafür so gut wie nichts übrig - aber was hilft, hilft eben :D ).


Die Bijas sind folgende vom Wurzelchakra zum Kronenchakra:

LAM

VAM

RAM YAM

HAM

KSHYAM

OM


Es gibt natürlich noch wesentlich mehr Meditationsformen und -arten, allerdings hat mir meine Erfahrung als Meditierende und Lehrerin gezeigt, dass die o.g. oft am zugänglichsten und pragmatischsten sind.


Hast du vielleicht selbst noch Übungen, die dir helfen/geholfen haben und/oder dein Baby besonders gut beruhigen? Schreib es mir gerne in die Kommentare.


Bleibt gesund und viel Freude beim Meditieren :)


Namasté, Tatjana

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