• Tatjana

Meditation - wie beginnen?

Meditation wirkt anfangs oft abschreckend. Verständlich, wenn man bedenkt, dass in den Köpfen die Vorstellung herrscht, man müsse mit dem Denken aufhören oder solle einfach an nichts denken. Doch Meditation geht auch anders und vor allem einfacher.

Der Hauptgrund warum wir meditieren, ist, dass wir unsere Aufmerksamkeit, unseren Fokus lenken. So lernen wir uns auf das zu konzentrieren, was im Moment geschieht. Und da gehört es auch dazu, wahrzunehmen, welche Gedanken aufkommen. Klingt trotzdem noch zu kompliziert oder vielleicht sogar zu simpel? Dann kommen jetzt ein paar Tipps um zu starten und dir vielleicht ein wenig Bedenken nehmen zu können. Aber als Faustregel gilt: Einfach anfangen.



Die Sitzposition

Beginnen wir direkt am Anfang: dem richtigen Sitz. Am "idealsten" ist hier natürlich der Schneider- oder auch Burmesensitz und der Fersensitz (bitte KEIN Lotussitz, es sei denn du hast eine total bewegliche Hüfte und kommst da sogar ohne Hilfe der Hände rein - Begründung dafür hier). Im Sitzen ist die Wirbelsäule aufgerichtet, wir können uns am besten konzentrieren und an den richtigen Stellen entspannen. Es empfiehlt sich, ein Kissen unterzulegen oder sich auf eine Decke zu setzen, denn somit richtet sich der Rücken automatisch mehr auf - und das ganz ohne Anstrengung.

Wem das allerdings trotzdem total unangenehm ist und hier mehr mit dem Sitzen beschäftigt ist, als mit der Meditation, für den eignet sich die Waagerechte. Leg dich hin. Aber auch nur, wenn du weißt, dass du wachsam bleiben kannst und nicht einschläfst. Deswegen kann ich z.B. nicht im Liegen meditieren - ich wäre sofort weg :D

Die Hände kannst du entspannt in den Schoß legen oder auf die Knie. Im Liegen vielleicht sogar auf den Bauch. Auch hier gibt es bestimmte Handhaltungen, sog. Mutras, die du einnehmen kannst. Vor allem in der Zen Meditation wird hier Wert drauf gelegt. Ich lege meine Hände meistens ineinander, sodass sich die Daumen berühren. An manchen Tagen lege ich sie aber auch einfach auf den Knien ab. Probiere aus was sich gut für dich anfühlt.



Tageszeit

Auch das ist eine sehr individuelle Sache. Ich kann am besten morgens oder nachmittags meditieren, Timo am besten abends. Mir gehen abends zu viele Dinge durch den Kopf, aber meistens schlafe ich dann sogar schon im Sitzen ein. Timo zum Beispiel legt sich abends ins Bett und meditiert - mir unverständlich wie man dabei nicht einschlafen kann... Probiere es aus, manchmal lassen es auch die Arbeitszeiten nicht anders zu und du musst zu einer bestimmten Zeit meditieren. Grundsätzlich macht Meditation wachsam, weshalb viele auch empfehlen nachmittags zu meditieren um das berühmt berüchtigte "Nachmittags Tief" zu überwinden.


Mit Ablenkungen umgehen

Alle möglichen Ablenkungen eliminieren! Telefon aus, Klingel aus, Kinder und Hund wegsperren (ok, das klingt vielleicht etwas drastisch), ABER es ist deine Zeit für dich! Du willst hier von niemandem gestört werden. Und gerade am Anfang deiner Meditationspraxis wirst du noch leichter aus der Ruhe gebracht, als der schon seit Jahren Meditierende. Was dir hierbei auch helfen kann, ist eine schön eingerichtete Meditationsecke, die einfach schon auf dich wartet und frei von allen Ablenkungen ist. Dein Körper und Geist wissen dann, es ist Zeit zum meditieren sobald du dich niederlässt. Tipps um dir solch einen Raum zu schaffen findest du zum Beispiel hier: https://home-and-relax.de/meditationsraum-einrichten/


Meditationstechnik

Es gibt viele, und glaube mir wenn ich sage viele, Meditationsarten und -techniken. Die wohl einfachste ist die Atemmeditation, bei der du dich vollkommen auf deine Atmung konzentrierst. Es gibt aber auch wunderbare Apps mit denen du meditieren kannst. Ich bin ein Riesenfan der 1Giant Mind App... Kostenlos und mit Einführungskurs. Allerdings nur auf englisch. Es gibt aber auch gute Youtube Videos. Finde eine Meditation, die dir gefällt. Vor allem bei angeleiteten Meditationen ist es wichtig, dass dir die Stimme des Sprechers/der Sprecherin zusagt und du dich darauf einlassen kannst. Auch was gesagt wird, sollte für dich zugänglich sein.


Viel Spaß beim Meditieren - es folgt auch noch ein wissenschaftlicher Artikel warum Meditation überhaupt so gut ist.


Namasté, Tatjana xx

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