• Tatjana

Instagram - Pros & Cons

Eher ein Thema, das vor allem meine Generation und die Jüngeren beschäftigt. Schon lange habe ich überlegt einen Artikel darüber zu schreiben - doch wie schreibt man einen Artikel mit Vor- und Nachteilen über etwas, was man selbst Tag täglich nutzt. Und das nicht nur als Konsument, sondern aktiv. Der Grund weshalb ich mich nun doch dafür entschieden habe, diesen Artikel mit euch zu teilen, ist folgender:





Ich habe eine Instagram-Pause eingelegt.

Meine Follower haben es schon mitbekommen und von einigen kam die Frage nach dem 'Wieso?' und direkt danach 'Und wie geht es dir damit?' - Auf beide versuche ich nun einzugehen.

Instagram hat viele Vorteile: es inspiriert, es motiviert, es bietet eine perfekte Plattform, um auf sich und seine Tätigkeit aufmerksam zu machen (mal sinnvoll, mal sinnlos) & es macht tatsächlich Spaß. Wieso also dann die Pause?

Ich selbst erfahre eigentlich nur die "Yogaszene" auf Instagram, folge überwiegend den ganzen super Yogis und denen, die auf dem Weg dahin sind. An vielen Tagen inspirieren mich die teilweise absolut atemberaubenden, beeindruckenden Bilder, aber an einigen Tagen deprimieren sie. "Werde ich jemals diese Posen beherrschen?!" Und dann beobachte ich mich dabei, wie ich abrutschte. Abrutsche ins Vergleichen, mich selbst damit runterziehe, mir "schlecht" vorkomme, weil ich vielleicht gerade lieber auf dem Sofa liege, als Yoga zu machen und weil vielleicht gerade ein Yogi etwas über Disziplin gepostet hat... Die Gedanken rasen. Aber nicht nur die Gedanken, auch die Zeit. Schnell vergehen 20 Minuten, dann 30 und auf einmal ist eine Stunde vergangen. Eine Stunde durch Bilder scrollen. Vor zwei Wochen erschreckte mich diese Tatsache so sehr, dass ich beschloss für zwei Monate auf dieses Netzwerk zu verzichten.


Wie es mir damit geht?

Sehr gut. Ich bin nicht weniger inspiriert und nicht weniger motiviert. Im Gegenteil sogar. Meine Yogapraxis hat wieder eine andere Intention erhalten. Denn jeder der Yogis da draußen (wenn er ehrlich zu sich selbst ist) weiß, dass man während der Praxis anfängt zu überlegen, welche Pose sich eventuell für Instagram eignen würde oder man sie sogar "trainiert". -Wenn man es nicht postet, hat man nicht praktiziert.- Dieser Aspekt fällt nun weg und damit eine Last. Und ich habe auf einmal Zeit! Zeit, die ich vorher auf Instagram verbracht habe, kann ich nun nutzen um zu lesen, zu lernen, zu meditieren (tatsächlich habe ich das heute im Bus getan und es war genial) oder einfach mal zu entspannen. Und glaubt mir, das ist seeeehr viel Zeit. Ganz nebenbei hält der Handyakku viel länger...

Es sind nicht die Leute, die posten, daran Schuld, wie ich oder wir darauf reagieren - das allein liegt bei uns. Aber es fällt schwer sich nicht auf irgendeine Art und Weise von diesem schnelllebigen Netzwerk, dieser glamourösen und ach so schönen Welt beeinflussen zu lassen. Manche haben das Glück (ob man es so nennen mag, ist jedem selbst überlassen) damit ihr Geld zu verdienen oder den "Durchbruch" geschafft zu haben, doch nicht alles ist Glitzer in dieser Welt.

Ich selbst werde Instagram bestimmt wieder nutzen nach den zwei Monaten, denn einigen dieser Yogis folge ich wirklich verdammt gerne - weil sie authentisch sind und neue Denkanstöße geben, inspirieren. In welchem Ausmaß jedoch wird sich dann zeigen, aber ich werde es definitiv anders nutzen. Mit einer anderen Intention und einer anderen Einstellung.


So sehr unsere Welt auch von Social Media bestimmt wird - das wahre Leben findet offline statt. Und genau das werde ich die nächsten zwei Monate komplett auskosten - ohne ständig mein iPhone bereit halten zu müssen für die nächste "Story" oder den nächsten Post, damit die Follower auch ja bei Laune gehalten werden.

Und deswegen kommt dieser doch persönliche Post nun zu einem Ende - meine Matte wartet auf mich (und danach das Unizeug...)


Namasté meine lieben "Follower" <3

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