Gewohnheiten, die helfen wieder mehr Freude zu verspüren

If you can't find joy in a cup of coffee, you won't find it in a yacht.

Finde Freude in den kleinen Dingen


Wenn wir die kleinen Dinge im Leben nicht schätzen und genießen können, werden uns die großen Dinge auch keine wahre Freude bringen. Kannst du deine Tasse Kaffee wirklich genießen? Den Duft einatmen, die Wärme durch die Tasse spüren, kurz innehalten und einfach sein. Dieses Gefühl der Freude ist fern jeglicher Euphorie. Kurzfristige Euphorie schwindet, Freude bleibt und trägt dich durch deinen Alltag.


Langsames Leben hält uns dazu an, einen Schritt zurück zu gehen und stehen zu bleiben. Wir tun etwas nicht, um es schnellstmöglich zu beenden und den Haken auf der To-Do Liste zu setzen. Wir tun etwas aus dem simplen Akt des Tuns heraus. Das führt dazu, dass wir achtsamer werden und Achtsamkeit führt zu innerer Freude und Ruhe - auch in stressigen Zeiten.


Manchmal ist Freude die Quelle deines Lächelns, aber manchmal ist Lächeln die Quelle deiner Freude. Thich Nhat Hanh

Denn auch wenn wir gestresst sind und uns nicht wohl fühlen, so können wir durch langsam sein, achtsam bleiben für all die kleinen Momente, die uns wahre Freude bringen. Das Lachen der Kinder, eine warme Dusche, das Gefühl sich abends sicher unter die Bettdecke kuscheln zu können oder auch einfach das Versinken in einem guten Buch oder den eigenen Tagträumen. Denn manchmal ist das Lächeln die Quelle unserer Freude.


Fokussiere dich auf das, was in deiner Macht liegt


Viel zu oft machen wir uns Gedanken, um die Dinge, die wir gar nicht beeinflussen können. Wir hängen in der Vergangenheit oder der Zukunft, machen uns Gedanken was andere über uns denken könnten oder was morgen geschieht. Doch nichts davon können wir tatsächlich beeinflussen. Auch wenn wir vor großen Veränderungen stehen, lassen wir uns viel zu oft und schnell mitreißen von dem Strom des großen Ganzen, anstatt uns auf das zu fokussieren, was wir wirklich selbst in der Hand haben.


Und auch, wenn das Gefühl absoluter Machtlosigkeit bleibt, so können wir immer unsere eigenen Wahrnehmungen, Gedanken, Urteile und Einstellungen beeinflussen und kontrollieren. Wenn wir Geschwindigkeit aus unserem Tun nehmen, haben wir die Möglichkeit den Überblick zu behalten über das, was in unserer Macht liegt.


In der Natur liegt die wahre Freude


Natur erdet uns und rückt uns selbst wieder mehr in Perspektive. Der Duft und die Farben des Waldes regulieren unser Nervensystem und bauen Stress ab. Auch hier liegt die Kraft in der Langsamkeit. Wir können mit Kopfhörern im Ohr, telefonierend oder Podcast hörend durch den Wald "spazieren". Wir können aber auch ohne jegliche Ablenkung bewusst einen Fuß vor der anderen setzen, das Rascheln der Blätter über uns wahrnehmen, wir hören die unterschiedlichen Töne der Vögel, die sich angeregt miteinander unterhalten, das Rauschen des Baches in weiter Ferne, das Knistern des Waldbodens unter unseren Füßen und nehmen den Duft in uns auf, wenn wir an modrigem Holz und den großen Fichten vorbeilaufen, während wir die kleine Schnecke am Wegesrand wahrnehmen, die sich langsam und doch voller Sinnhaftigkeit in ihrem Sein fortbewegt.



Praxis der Dankbarkeit


Es fällt uns oft leicht, Dankbarkeit zu verspüren, wenn es uns gut geht und alles "nach Plan" läuft. Doch am meisten brauchen wir die Praxis der Dankbarkeit in genau den Momenten und Zeiten, wenn es uns nicht so offensichtlich erscheint für was wir eigentlich dankbar sein sollen. Die Momente, in denen das Leben der anderen, so viel erfüllter und besser erscheint als unser eigenes.


Die Gewohnheit sich dennoch abends hinzusetzen und aufzuschreiben, für was du heute dankbar sein kannst, lässt uns bewusst werden, dass es auch in schwierigen Zeiten möglich ist Dankbarkeit zu empfinden.

Es sind nicht die Glücklichen, die dankbar sind. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind. Francis Baron

Genauso wie Freude oft aus einem Lächeln entsteht und nicht die Freude der Ursprung des Lächelns ist, so ist Glück nicht der Ursprung der Dankbarkeit, sondern die Dankbarkeit führt uns zu Glück.


Mach' es dir zur Gewohnheit jeden Abend oder Morgen, im Kopf oder auf Papier niederzubringen, wofür du heute dankbar bist. Und es ist ok, wenn an vielen Tagen einfach deine erfüllten Grundbedürfnisse, das ist wofür du dankbar bist. Das Dach überm Kopf, dein Partner, deine Kinder, der Sonnenaufgang am Morgen, das Wasser, das deinen Durst stillt und dich am Leben erhält...


Mit der Zeit wirst du merken, wie es dir immer leichter fällt, Dinge zu benennen für die du dankbar bist. Und so wirst du den Samen der Freude in die pflanzen, ihn jeden Tag wässern und zusehen können wie er wächst und sich auf andere überträgt. Wahre Freude ist ebenso bedingungslos wie wahre Liebe.


In welchen Momenten empfindest du tiefgehende Freude?

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