• Tatjana Pfarr

5 Top Tipps um zu Hause Yoga zu üben.

Wie kann ich Yoga zu Hause üben? Ich weiß doch gar nicht was ich da machen soll...

Das höre ich immer wieder von Schülern oder auch Freunden. Dabei ist es gar nicht so schwer wie es anfangs scheint. Aber wie bei allem gilt auch hier: Aller Anfang ist schwer - und vor allem die Motivation zu finden auch zu Hause die Matte auszurollen fehlt dann doch oft. Wer jedoch alleine für sich Yoga praktizieren kann, lernt eine ganz andere Facette vom Yoga und auch von sich selbst kennen. Bevor du aber ganz überschwänglich auf die Matte hüpfst, ist es sehr ratsam vorab einige Yogaklassen besucht zu haben. Denn so lernst du die richtige Technik bzw. bekommst Tipps und Tricks mit, auf was du bei deiner Ausführung achten solltest. So bekommst du unter Aufsicht ein gutes Gefühl für deine Praxis. Du besuchst schon regelmäßig Yogaklassen? Dann steht deiner Home-Yoga-Praxis nichts mehr im Wege.



1. Trau dich

Um Yoga alleine praktizieren zu können, musst du einfach anfangen. Klingt total banal, aber es ist einfach so. Wer sich immer wieder Ausreden sucht oder sich einredet nicht "gut" genug zu sein, wird nie anfangen. Du kennst deinen Körper am besten, du musst lediglich anfangen auf ihn zu hören. Und wenn es dir für den Start hilft, praktiziere neben einem Spiegel um dich selbst korrigieren zu können, falls dein Rücken im Herabschauenden Hund total rund sein sollte - er sich aber für dich gerade anfühlt. Wenn du keinen Spiegel zur Hand hast, nimm dich einfach mal auf (ohne es direkt auf Instagram zu posten ;) ).

2. Bastle dir deine Routine

Jeder Lehrer und jeder Praktizierende hat mit der Zeit einfach seine Yoga Routine gefunden. Manche beginnen immer oder oft mit gleichen Übungen. Und das ist gut so! Es gibt uns nicht nur Sicherheit, sondern hilft auch an Tagen wo wir mit den Kopf ganz woanders sind, anzukommen. Denn der Körper weiß dann schon was er zu tun hat und leitet uns durch unsere Praxis.

Für Anfänger ist es hier besonders empfehlenswert einfach den Sonnengruß A und/oder B zu üben. So hast du eine feste Übungsabfolge, die du aber jederzeit erweitern kannst, sobald du dich sicherer fühlst.



3. Mache dir vorher Gedanken

Überlege dir bevor du auf die Matte gehst oder bei den ersten Sonnengrüßen, welchen Fokus du setzen möchtest. Möchtest du eher die Körperrückseite dehnen oder die Vorderseite? Vielleicht auch lieber ein paar Balancehaltungen üben? Stell dir diese Fragen und überlege dir dann im Kopf welche Übungen dazu passen könnten oder frag google (gerne auch mich). Vielleicht schwebt dir auch eine Pose vor, die du gerne unbedingt üben möchtest. Dann suche dir Übungen raus, die die Muskeln auf diese Pose vorbereiten.

4. Stundenaufbau

Jede gute Yogastunde folgt einem bestimmten Aufbau. Es gibt die Anfangsentspannung, das Ankommen - oft im Sitzen oder Liegen. Danach wird der Körper langsam in Bewegung gebracht - meistens im Vierfüßlerstand und mit Sonnengrüßen in verschiedenen Formen und Abwandlungen. Anschließend wird es anstrengender und die Stunde nähert sich der Peak-Pose - also der Pose, die den Fokus deiner Stunde beschreibt. Bei Rückbeugen kann dies zum Beispiel das Rad sein oder bei Armbalancen die Krähe. Nach deiner Peak-Pose wird die Stunde wieder ruhiger, es folgen lange Dehnungen und abschließend zum Ausgleich der Wirbelsäule kleine (!) Drehungen oder Rückbeugen. Dann kommt das worauf sich jeder bei einer Stunde am meisten freut: Savasana - die Endentspannung. Hier empfiehlt es sich vielleicht einen Wecker zu stellen - denn du hast keinen Lehrer, der dich aus dieser Entspannung rausholt.

5. Nutze andere Quellen

Es gibt mittlerweile unzählige Youtube-Videos, Online Yogastudios und Bücher, die dir helfen sollen, deine eigene Praxis außerhalb eines Yogastudios durchzuführen.

Zu empfehlen sind hier:

Youtube - Mady Morrison, YogaCatha, alo moves (englisch)

Online - TINT. Yoga

Bücher - Yoga Workouts gestalten von Mark Stephens





Und vielleicht hälst du deine Augen und Ohren offen und findest irgendwann auch ein oder zwei Videos von mir...

Yoga zu Hause üben ist wunderbar und eine tolle Bereicherung für deine Yogapraxis, aber einen Besuch bei deinem Lieblingslehrer kann es einfach nicht ersetzen. Im idealen Fall wirst du hier gut angeleitet, korrigiert und bekommst wenn du Glück hast am Ende eine kleine Massage. Zuhause kannst du es dir dafür ganz gemütlich machen, dein eigenes Tempo finden, noch besser auf deinen Körper hören und wirst nicht von einem Blick auf Nachbarmatte aus dem Konzept gebracht.

Ich wünsche dir eine wundervolle Yogapraxis und wie immer im Yoga gilt: Hör auf deinen Körper und lass dein Ego außerhalb der Yogamatte (danach kannst du es wieder mitnehmen, wenn du es unbedingt brauchst.)

Namasté.

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